Veranstaltungshinweis: Weg der Menschenrechte vom 28.04.2018

Globale Geschäfte – globale Verantwortung: Gemeinsam unterwegs für eine verantwortungsvolle Weltwirtschaft

Auch in diesem Jahr findet der Weg der Menschenrechte statt. Der 31. Weg der Menschenrechte führt wieder von Immensee nach Luzern. Wir von der Amnesty International Lokalgruppe Luzern können Ihnen diese Wanderung, welche nicht nur  Posten rund um Menschenrechtsthemen beinhaltet, sondern auch Raum bietet, um sich mit anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu unterhalten und auszutauschen . Nutzen Sie den letztjährigen Erfahrungsbericht als Inspirationsquelle.

Hier finden Sie die Details.

PODIUMSDISKUSSION: GLOBALE GESCHÄFTE, GLOBALE VERANTWORTUNG?

Einige Konzerne mit Sitz in der Schweiz stehen immer wieder negativ in den Schlagzeilen: In ihren internationalen Tätigkeiten verletzen sie häufig Menschenrechte und Umweltstandards.

Deshalb hat eine breite Allianz aus 89 Hilfswerken, Frauen-, Menschenrechts- und Umweltor­ganisationen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Vereinigungen sowie Aktionärsverbänden die Konzernverantwortungsinitiative lanciert.

Wir laden Sie ein zur Podiumsdiskussion mit:

Danièle Gosteli-Hauser
Verantwortliche Wirtschaft und Menschenrechte, Amnesty International, Schweizer Sektion

Prof. Dr. Karl Hofstetter
Präsident SwissHoldings

Dr. rer. publ. Felix Howald
Direktor Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz

Prof. Dr. Daniel Speich Chassé
Titularprofessor für Globalgeschichte, Universität Luzern

Moderation:
Dr. Norbert Bischofsberger
Redaktor und Moderator Sternstunden Religion SRF

Weitere Informationen unter: www.konzern-initiative.ch
Kontakt: luzern@konzern-initiative.ch

Donnerstag, 22. März, 19h, Universität und PH-Gebäude Luzern, Frohburgstrasse 3, Hörsaal 10, Luzern

Das Smartphone als Nabelschnur

Ich glaube es war nach einer Arenadiskussion zur Masseneinwanderungsinitiative, als ich den unverzeihlichen Fehler beging, in die Kommentarspalte zu schreiben. Die Drohungen, mich auszuschaffen häuften sich und ein besonders gut informierter Befürworter mischte sich mit dem schlagkräftigen Argument ein, dass wenn Flüchtlinge wirklich so arm wären, wie man behaupte, sie sich doch unmöglich ein Smartphone leisten könnten und somit quasi ihr Anrecht auf Hilfeleistungen verlieren würden.
 
Was ich damals nur schwer in Worte fassen konnte, hat nun in Gestalt eines aufwühlenden Videos ein Gesicht bekommen:
Das Smartphone als Nabelschnur, als Lebensretterin in dieser von Konflikten und Krisen erfüllten Zeit.

Kontextsendung SRF 2: Menschenrechte, eingesperrt

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Eine spannende Recherche der SRF 2 Sendung «Kontext» von Anna Jungen.

Schon vor 14 Monaten sind in Calais die Bagger über die improvisierte Zeltstadt gefahren. Das Flüchlingscamp wird auch «Dschungel von Calais» genannt.

Auch heute noch leben rund 700 Geflüchtete vor Ort. Sie leben draussen, schlafen unter freiem Himmel oder unter den Brücken. Sie fürchten sich ständig von der französischen Militärpolizei.

Hier nachzuhören: https://www.srf.ch/sendungen/kontext/menschenrechte-eingesperrt

 

Romerotag 2018: Solidarität neu buchstabieren

Unsere Gesellschaft braucht solidarisches Handeln, auf lokaler wie auch auf globaler Ebene, um Armut und Unterdrückung zu überwinden.

Die Lateinamerika-Solidarität der 80er-Jahre war in Europa und auch in der Schweiz gross. Doch heute scheint die Zeit von grosser Solidarität mit emanzipatorischen sozialen und politischen Prozessen vorbei zu sein. Ist dem so? Welche Solidaritätsformen gibt es heute und wie könnten diese gestärkt und vernetzt werden?

Nehmen sie teil am Romerotag 2018 in Luzern:

Samstag, 24. März 2018, 09.00-13.30 Uhr
RomeroHaus Luzern
Eintritt inkl. Frühstück Fr. 50.- / 35.-
Anmeldung bis 19. März.

 

Zusätzliche Informationen hier auf dem Flyer:

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Tod den Lokalnachrichten

Hat es Ihnen gerade wieder einmal die Billag-Gebührenrechnung ins Haus geschneit und haben Sie sich gefragt, ob Sie dieses Geld nicht lieber an Amnesty spenden oder in private Weiterbildungen investieren möchten, wie es im Argumentarium der No-Billag-Initiative zu lesen steht?

Die Initianten der No-Billag-Initiative schreiben das Recht auf Selbstbestimmung gross, es geht ihnen darum, dass die Medien ihre Rolle als „vierte Gewalt“ wahrnehmen können, um uns mit unabhängigen Informationen zu versorgen.

Was so gut klingt hat doch sicherlich einen zweiten Blick verdient. Denn ob unabhängige Medien tatsächlich damit realisiert werden können, dass man der SRG die Gebühren streicht und dem Bund verbietet, Radio- und Fernsehsender in irgendeiner Form finanziell zu unterstützen, darf kritisch hinterfragt werden.

Kann man wirklich von unabhängigen Medien sprechen, wenn ihre Möglichkeit uns mit guten, unabhängigen Nachrichten zu versorgen, davon abhängt, ob sie sich mittels Werbung finanzieren lassen? Werden wir nicht vielleicht einseitig informiert werden, zugunsten einer schönen Spende?

Wie es die Botschaft des Bundesrates so schön sagt, ist die erstmalige Herstellung eines Medienproduktes mit hohen Fixkosten und aufgrund der unsicheren Nachfrage mit einem grossen finanziellen Risiko verbunden.

Dieses Risiko lässt sich minimieren, indem man auf sogenannte General-Interest-Themen setzt, welche eine möglichst grosse Zahl an Zuschauern erreichen, die sprachlichen Minderheiten in unserem Land und Menschen mit einer Hörbehinderung haben das Nachsehen.

Heute wird dies kompensiert, indem zwar ein Grossteil der Gebühreneinnahmen in der Deutschschweiz eingenommen wird, ein verhältnismässig grosser Teil davon aber zum Beispiel in die italienisch sprachige Schweiz fliesst.

Die Schweiz lebt von ihrer Solidarität. Bestes Beispiel dafür sind unsere Krankenkassen und die AHV. Man bezahlt für andere mit und wird dafür selbst auch mitfinanziert. Ganz ähnlich funktioniert es auch mit den Billag-Gebühren, anders wären Qualitätsfernsehen in den kleineren Sprachregionen, Regionaljournale oder Angebote für Menschen mit einer Hörbehinderung nicht zu finanzieren.

Bei einer Annahme der Initiative würde nur noch produziert, was auch rentiert, wir würden uns weg von einer Programmvielfalt, hin zu einem Mainstream-Fernsehen bewegen, welches die Interessen privater Geldgeber und ausländischer Konzerne vertritt.

Am Ende geht es nicht um einen fairen Wettbewerb, sondern um unser Recht auf Informationen. Auf unabhängige, gut recherchierte und regional angepasste Informationen, welche essenziell sind für das Funktionieren unserer direkten Demokratie.

Stellungnahme von Amnesty International.

Briefmarathon 2017 „I’m here“

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Dieses Jahr wird der traditionelle Briefmarathon von Amnesty International durch eine Online-Kampagne verstärkt, um den eingesperrten MenschenrechtsverteidigerInnen und ihren Regierungen zu zeigen: «Ich bin da».

Der Briefmarathon von Amnesty International ist die grösste weltweite Brief-Aktion für die Menschenrechte. Jedes Jahr fordern Millionen von Menschen auf der ganzen Welt von Regierungen, Gewissensgefangene frei zu lassen und die Verletzungen ihrer Rechte einzustellen.

Die Schweizer Sektion von Amnesty International hat ein neues Kampagnenmittel ins Leben gerufen, um auch online Solidarität zu bekunden. Es handelt sich um die Plattform «I’M HERE». Alle, die mitmachen möchten, können ein Foto von sich hochladen. Alle Selfies zusammen werden anonymisiert ein riesiges Mosaik bilden, das Amnesty der unterstützten Person und ihrer Regierung schickt.

«Für sich allein hat ein Klick oder ein Selfie nicht viel Gewicht. Aber millionenfach multipliziert werden unsere Nachrichten wie eine Lawine wirken, welche die Staaten nicht mehr ignorieren können», erklärt David Cornut, der für die Kampagne in der Schweizer Sektion von Amnesty International verantwortlich ist.

Filmvorführung „Willkommen in der Schweiz“ vom 22.10.2017 in Anwesenheit der Regisseurin

Seti dem 19.10.2017 läuft der Film „Willkommen in der Schweiz“ in den Schweizer Kinos. Am 22.10.2017 war Sabine Gisiger, die Regisseurin des Films, an der Filmvorführung im Bourbaki Kino Luzern anwesend. Insgesamt wird sie an 16 Orten an 15 Filmvorstellungen teilnehmen. Mitorganisiert wurde dies von Amnesty International.

Im Mittelpunkt des Films steht die Gemeinde Oberwil-Lieli. Andreas Glarner, Gemeindepräsident der reichen Aargauer Gemeinde, will ein Exempel statuieren und weigert sich, in seinem Dorf 10 Flüchtlinge aufzunehmen. Johanna Gündel, Studentin und Tochter eines lokalen Gemüsebauern, organisiert mit der IG Solidarität den Widerstand gegen diese Nein-Politik. Die Grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli, die für die Unterbringung der Asylsuchenden im Kanton Aargau zuständig ist, befürchtet, dass uns Ängste und ideologische Debatten davon abhalten, kluge Lösungen zu finden.

Ausgehend von den Ereignissen in Oberwil-Lieli erzählt der Film der Regisseurin Sabine Gisiger gleichnishaft von der Schweiz in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise.

Ohne Kommentar der Regisseurin werden im Film die besten Argumente der beiden Seiten aufgezeigt. Dabei wird nichts unterschlagen.
Im Anschluss an den Film hat jemand im Publikum die Frage gestellt, ob es Sinn macht zum Beispiel an einer SVP Delegiertenversammlung mitzudiskutieren, um etwas zu bewegen. Sabine Gisiger hat empfohlen, Diskussionen mit Gleichgesinnten zu führen, weil einem dies persönlich stärkt. Etwas bewirken könne man zudem in Gesprächen mit Menschen, die ihre eigene Meinung noch nicht gemacht haben. Sie selber haben die SVP Delegiertenversammlungen sehr mitgenommen. Ihr Fazit: Integration braucht das Engagement von uns allen. Der Staat allein kann dies nicht selber leisten.

Tanz mit und für Flüchtlinge am 17.11.17

♥♥♥ BongDaCity geht in die dritte Runde. Welcome Nekane! ♥♥♥

Du willst feiern und was Gutes tun. Dann komm vorbei. Tanz mit und für Flüchtlinge im Treibhaus.

Gleichzeitig feiern wir, dass Nekane frei ist. Unsere Organisation freut sich, Nekane in Luzern willkommen zu heissen!

Ab 19:00 Uhr gibt es für alle afghanisches und syrisches Essen. Die Party startet anschliessend um 22:00 Uhr.

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Eintritt: 15.-
Einnahmen gehen an Education for Integration.
Das Projekt Education for Integration bietet im Asylzentrum Rothenburg Deutschkurse an. Momentan ist das Durchführen von Deutschkursen in weiteren Asylzentren in Planung. Weiter werden mit Asylsuchenden Aktivitäten wie zb. Sportveranstaltungen durchgeführt und ihnen Deutschbücher, Sportmaterial und auch Musikinstrumente zur Verfügung gestellt.
Bist du auch interessiert Deutschkurse zu geben? Dann melde dich als Freiwilliger bei educationforintegration@gmail.com.
https://educationforintegration.wordpress.com/
https://www.facebook.com/EducatiotasAkey/?ref=br_rs

Hangover-Jam mischt nun schon seit acht Jahren in der lokalen Zürcher Musikszene mit. Ihre Musik verbindet Elemente aus Reggae, Rock und Pop zu einem eigenen Sound. Die Band lebt vor allem auf der Bühne. Während ihren Shows ist vieles möglich, eine spontane Verlängerung eines Liedes führt zu improvisierten Sprachgesänge, ein Typ aus dem Publikum steht plötzlich auf der Bühne und rappt auf Französisch, ein Lied entsteht spontan auf eine völlig neue Art.

https://www.facebook.com/pg/HangoverJam/about/?ref=page_internal

Ruedi3000: Ein Drama um Freiheit und Kontrollverlust kondensiert am kühlen Sixpack Tell-Bier, handelt von subversiven Gesprächen in nassen Wiesen, wird erzählt von lallenden Zungen vor Luxustempeln. Nach 2 Jahren Bandgeschichte tragen Ruedi3000, Toni Tell und Alfons Chöbel ihren Strassenpunk und ihre Liebe für Tell-Bier auch in das Treibhaus. Freunde des Abriss-Punks kommen hier auf die Kosten, wobei bei den drei Herren nie ganz klar ist, ob ihr Sound schon Agitation oder reine Feierei ist.
https://www.facebook.com/saufenperron14/?fref=ts

Last but not least könnt ihr zu den DJs Leila Moon und Prof. Anemelos das Tanzbein schwingen lassen.

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19:00 Uhr: Essen
22:00 Uhr: Hangover-Jam
23:00 Uhr: Ruedi3000 und die Einkaufstüten
01:00 Uhr: Afterparty mit Leila Moon und Prof. Anemelos

Amnesty International meets Reformierte Kirche Stans

Was als ein Versuch des gegenseitigen Kennenlernens und der Begegnung geplant war, wurde zu einem schönen Erfolg: Die reformierte Pfarrerin Silke Petermann-von Grünigen in Stans öffnete am Sonntag 8. Oktober 2017 um 10.00 Uhr weit „ihre“ Kirchentüre, nachdem wir sie anfragt hatten, ob Amnesty International im Rahmen eines Gottesdienstes zum Thema Menschenrechte mitwirken dürfe.

Zufällig sollte im Rahmen des Gottesdienstes auch ein kleiner Bub getauft werden. Wir zählten an die 40 Besucherinnen und Besucher, die sich nach einer wunderschönen Tauffeier gerne als Einführung zum Thema über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 informieren liessen.

IMG-20171002-WA0007Silke Petermann-von Grünigen nahm danach die Seligpreisungen im Matthäusevangelium, Kapitel 5 zum Anlass für eine aufrüttelnde Predigt und schloss mit dem ungewöhnlichen Eingeständnis, welches hier aus dem Gedächtnis zitiert sei: „Oft wird man/frau für dumm gehalten, wenn wir an Gerechtigkeit glauben, uns danach sehnen und uns für sie einsetzen – nun, dafür ich bin gerne dumm!“

Fürbitten schlossen sich an die Predigt an: Für Frauen und Männer, die ohne Anklage und ohne einen fairen Prozess gefangen gehalten werden. Für das Wachpersonal und die Soldatinnen und Soldaten (… dass sie ihre eigene Frustration und ihre Sinnkrisen nicht in aggressiver Form an den Gefangenen auslassen.) Für Menschen aus anderen Kulturen, für Fremde und ausgegrenzte Geflüchtete. Für populistische Politikerinnen und Politiker überall auf dieser Welt. Für uns alle.

Die ausgewählten Lieder griffen unser Anliegen „Menschenrechte – ein christliches Thema“ musikalisch auf. Ursula Sulzer-Scherrer begleitete einfühlsam an der Orgel.

Die Kollekte ging – was schon zu Jahresbeginn im Pfarrkonvent und im Kirchenrat beschlossen worden war–  an die Organisation „ACAT-Schweiz – Für eine Welt frei von Folter und Todesstrafe“.

Alles in allem lebte der Gottesdienst von einer sehr freundlichen Atmosphäre und einer eindringlichen Botschaft. Das im Anschluss an den Gottesdienst angebotene Kirchencafé gab uns Gelegenheit, die Gäste auf aktuelle Flyer und Informationsbroschüren von Amnesty International hinzuweisen und sie auf die Dublin-Petition hin anzusprechen: 15 Personen gaben selbstverständlich ihre Unterschrift. Drei Gäste kauften eine Kerze, eine vierte wurde dem kleinen Täufling geschenkt – und die Eltern freuten sich sehr.

Es war der erste, aber nicht der letzte Anlass von Amnesty International in der Reformierten Kirche Stans: Silke Petermann-von Grünigen hat uns eingeladen, am Samstag, 9. Dezember 2017, abends um 18.00 Uhr, nach unserer Aktion „Friedenstübeli“ in Luzern, bei einer Andacht mitzuwirken.

Danke an alle Beteiligten!

Für die Gruppe Amnesty International Luzern: Anette Lippeck