29. April 2017 – Zum 30. Mal der „Weg der Menschenrechte“

UnbenanntVier junge Leute aus dem Haus der Jugend und der Menschenrechtsgruppe des Gymnasiums Immensee berichten über ihre Freizeitaktivitäten, ihre Berufswünsche und ihre Zukunftsträume. … Ein als Jugendlicher aus einem westafrikanischen Land geflüchteter junger Mann erzählt, wie er schon mehrfach eine Lehrstelle hätte haben können, aber die Behörden ihm die Bewilligung verweigern. Und dass er mit Französisch als Muttersprache bei seiner Einreise in die Schweiz einem deutschsprachigen Kanton zugewiesen worden sei. … Eine Studierende der Hochschule Luzern für Soziale Arbeit (HSLU) stellt das Pilotprojekt  „Patenschaft für Flüchtlingskinder“ vor, das im Auftrag der Caritas Schweiz im Kanton Schwyz realisiert wird: Sie und ihre Teamkollegin vermitteln und begleiten verbindliche und längerfristige persönliche Patenschaften für unbegleitete Kinder und Jugendliche. … Eine aus Syrien geflohene Menschenrechtsaktivistin berichtet über kaum zu ertragende Zustände in ihrer Heimat und dass sie ihre inzwischen erwachsene Tochter nicht in die Schweiz holen darf.

Das waren die vier Marschhalt-Posten auf dem „Weg der Menschenrechte“ vom Missionshaus Bethlehem Immensee zum RomeroHaus in Luzern. Etwa siebzig Mitwandernde lernten in Kurzinterviews und Minireferaten unterschiedliche Facetten der Situation von Menschen kennen, die aus krisengeschüttelten Ländern in die Schweiz geflüchtet sind. Die Zuhörenden schwiegen betroffen und nachdenklich, durften erleichtert aufatmen oder kämpften auch schon mal bestürzt mit den Tränen.

„Und warum bist du dabei? Warum engagieren Sie sich für Menschenrechte?“ wurden die Teilnehmenden auf den Wegstrecken von jungen Mitwanderenden befragt, die sich ihrerseits schon für ein Hospitationspraktikum in Lateinamerika, Afrika oder Asien (HOPLAA) verpflichtet hatten. Die Antworten der Teilnehmenden  – so vielfältig sie waren – hatten einen gemeinsamen Nenner, wie ein Riesenpuzzle beim Abschluss im RomeroHaus aufzeigte: Ein leidenschaftliches Engagement für eine gerechtere Welt.

Die Veranstalter und Organisatoren – COMUNDO im RomeroHaus Luzern und Amnesty International Gruppe Luzern sowie die ehemalige Gruppe Amnesty International Immensee – danken allen teilnehmenden und unterstützenden Personen herzlich für ihr tatkräftiges Mitwirken, für viele motivierende Gespräche und ein freundschaftliches Miteinander auf der Wanderung – für die Menschenrechte!

Für den Bericht: Anette Lippeck, Amnesty International Gruppe Luzern

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