Amnesty International meets Reformierte Kirche Stans

Was als ein Versuch des gegenseitigen Kennenlernens und der Begegnung geplant war, wurde zu einem schönen Erfolg: Die reformierte Pfarrerin Silke Petermann-von Grünigen in Stans öffnete am Sonntag 8. Oktober 2017 um 10.00 Uhr weit „ihre“ Kirchentüre, nachdem wir sie anfragt hatten, ob Amnesty International im Rahmen eines Gottesdienstes zum Thema Menschenrechte mitwirken dürfe.

Zufällig sollte im Rahmen des Gottesdienstes auch ein kleiner Bub getauft werden. Wir zählten an die 40 Besucherinnen und Besucher, die sich nach einer wunderschönen Tauffeier gerne als Einführung zum Thema über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 informieren liessen.

IMG-20171002-WA0007Silke Petermann-von Grünigen nahm danach die Seligpreisungen im Matthäusevangelium, Kapitel 5 zum Anlass für eine aufrüttelnde Predigt und schloss mit dem ungewöhnlichen Eingeständnis, welches hier aus dem Gedächtnis zitiert sei: „Oft wird man/frau für dumm gehalten, wenn wir an Gerechtigkeit glauben, uns danach sehnen und uns für sie einsetzen – nun, dafür ich bin gerne dumm!“

Fürbitten schlossen sich an die Predigt an: Für Frauen und Männer, die ohne Anklage und ohne einen fairen Prozess gefangen gehalten werden. Für das Wachpersonal und die Soldatinnen und Soldaten (… dass sie ihre eigene Frustration und ihre Sinnkrisen nicht in aggressiver Form an den Gefangenen auslassen.) Für Menschen aus anderen Kulturen, für Fremde und ausgegrenzte Geflüchtete. Für populistische Politikerinnen und Politiker überall auf dieser Welt. Für uns alle.

Die ausgewählten Lieder griffen unser Anliegen „Menschenrechte – ein christliches Thema“ musikalisch auf. Ursula Sulzer-Scherrer begleitete einfühlsam an der Orgel.

Die Kollekte ging – was schon zu Jahresbeginn im Pfarrkonvent und im Kirchenrat beschlossen worden war–  an die Organisation „ACAT-Schweiz – Für eine Welt frei von Folter und Todesstrafe“.

Alles in allem lebte der Gottesdienst von einer sehr freundlichen Atmosphäre und einer eindringlichen Botschaft. Das im Anschluss an den Gottesdienst angebotene Kirchencafé gab uns Gelegenheit, die Gäste auf aktuelle Flyer und Informationsbroschüren von Amnesty International hinzuweisen und sie auf die Dublin-Petition hin anzusprechen: 15 Personen gaben selbstverständlich ihre Unterschrift. Drei Gäste kauften eine Kerze, eine vierte wurde dem kleinen Täufling geschenkt – und die Eltern freuten sich sehr.

Es war der erste, aber nicht der letzte Anlass von Amnesty International in der Reformierten Kirche Stans: Silke Petermann-von Grünigen hat uns eingeladen, am Samstag, 9. Dezember 2017, abends um 18.00 Uhr, nach unserer Aktion „Friedenstübeli“ in Luzern, bei einer Andacht mitzuwirken.

Danke an alle Beteiligten!

Für die Gruppe Amnesty International Luzern: Anette Lippeck

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