Rückblick Weg der Menschenrechte 2019

Weg der Menschenrechte 2019

Der Weg der Menschenrechte wurde 2019 bereits zum 32. Mal durchgeführt. Trotz kaltem Wetter nahmen ca. 50 Personen teil. Der Weg stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Frauenrechte. Mit Cécile Bühlmann (Alt-Nationalrätin) sowie mit Stefanie Rinaldi (Vizepräsidentin Amnesty International Schweiz) beleuchteten unterwegs zwei engagierte Referentinnen das Thema Frauenrechte in der Schweiz und weltweit.Cécile Bühlmann fokussierte sich auf die Frauenrechte in der Schweiz und berichtete einerseits von der Schweizer Frauenbewegung nach 1968 und andererseits über die Situation der Frauen heute in der Schweiz. Nach den Inputs von Cécile Bühlmann wurde deutlich, dass dank des Engagements der Frauen ab den 70-er Jahren, die Frauen von heute viele Rechte erhalten haben, die früher noch nicht selbstverständlich waren. Erst 1971 wurde z.B. das Frauenstimmrecht in der Schweiz eingeführt. Bis dahin galten die Frauen als «Bürger» 2. Klasse. Cécile Bühlmann zeigte in ihren Inputs den langen Weg des Kampfes für die Frauenrechte auf. Von den heutigen Frauen erwartet sie keine Dankbarkeit, jedoch wünscht sie sich, dass der Kampf weitergeführt wird. Denn die Frauen sind zwar vor dem Gesetz gleich, aber umgesetzt ist die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann in der Schweiz noch lange nicht. Die Inputs von Cécile Bühlmann können hier nachgelesen werden.

Stefanie Rinaldi berichtete über häusliche Gewalt und deren gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz sowie über die weltweite #MeToo-Bewegung. Gemäss Angaben des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann werden täglich 11 Personen in ihrer sexuellen Integrität geschädigt. Davon sind 9 Frauen und Mädchen. Häusliche Gewalt führt alle 14 Tage zu einem Todesfall. In der Sondersession vom Mai 2017 hat der Nationalrat die Ratifizierung der Europarats-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) genehmigt. Die Schweiz erfüllt grundsätzlich die Forderungen der Konvention, doch bleibt noch einiges zu tun. Mehr zur Istanbul-Konvention erfahren Sie hier.

Stefanie Rinaldi berichtete ebenfalls über das weltweite Hashtag MeToo, das ursprünglich 2006 von der Aktivistin Tarana Burke im Rahmen einer Kampagne, ins Leben gerufen worden ist. Nach dem Weinsteinskandal erfuhr das Hashtag eine grosse Verbreitung in den sozialen Netzwerken und Frauen wurden ermutigt, über Tweets auf das Ausmass sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe aufmerksam zu machen. Das Hashtag MeToo hat eine weltweite Debatte über den Stand der Gleichberechtigung von Frau und Mann angestossen.

Der Weg der Menschenrechte der 2019 bereits zum 32. Mal durchgeführt worden ist, wurde von COMUNDO, dem Verein Bethlehem Mission Immensee und von der Amnesty Lokalgruppe Luzern organisiert. Einmal mehr gab der Weg eindrückliche Einblicke in das Thema Menschenrechte.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s