Aktionswoche Asyl: Integration auf der Bühne mit dem FutStep Theater

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Am Samstag 1. Juli 2017, im Rahmen der Aktionswoche Asyl, um 17:00 – 17:45 Uhr in der Sommer Box vor dem Theater Luzern, präsentiert das FutStep Theater ihr neues Stück über «Angst». Die Amnesty International Gruppe Luzern freut sich auf die interkulturelle Theatergruppe und zahlreiches erscheinen.

Angst vor dem Fremden, Angst vor der Verantwortung, Angst vor der Dunkelheit…

Jeder Mensch hat Ängste. Doch diese sind oft nicht real. Sie sind ein Produkt unser eigenen Gedanken. Gefahr ist aber real und bringt Menschen dazu ihr zu Hause zu verlassen und zu fliehen. Zu fliehen in ein anderes Land, mit anderen Menschen, mit anderen Ängsten.

Angst vor den Fremden anderen Menschen, Angst vor der Veränderung, Angst vor dem was vielleicht kommen mag. Doch alle diese Ängste beruhen auf Gegenseitigkeit.

Impressionen von vergangenen Vorstellungen:


Zum Facebook-Event geht es hier lang: 

https://www.facebook.com/events/1503776926319965

 

Generalversammlung 2017 Amnesty International Schweiz

ae289328-26d0-454f-829d-24192f425bfa.jpegDie Generalversammlung von Amnesty International Schweiz hat in Basel am 22.04.2017 / 23.04.2017 stattgefunden. Hauptthema der diesjährigen Generalversammlung war der Appell gegen die sture Anwendung der Dublin-Verordnung.

Mehr Informationen und die Möglichkeit den Appell zu unterzeichnet findet man hier:

https://www.dublin-appell.ch/de/

Zudem hat sich Amnesty Schweiz für die Freilassung von inhaftierten Medienschaffenden in der Türkei ausgesprochen. Die Türkei hält den Rekord bei der Einschränkung der Pressefreiheit. Seit dem verhängen des Ausnahmezustandes wurden mehr als 120 Journalisten, Herausgeber und andere Medienangestellte in Gefängnisse gesteckt.

Ausserdem forderten die Aktivistinnen und Aktivisten ein Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz der Rechte von LGBTI* in der Schweiz.

Mehr Informationen zur Generalversammlung gibt es hier: www.amnesty.ch

Menschenrechte in Äthiopien

Das Horn Afrikas, Hungersnot von 1984 im Norden und der Langstreckenläufer Haile Gebrselassie. Dies alles und natürlich noch vieles mehr, assoziert ein Reisender der sich auf den Weg von Europa nach Äthiopien macht.

Die Schönheit der Natur wurde erst vor Ort entdeckt und wird plakativ im folgenden Bild dargestellt:

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Aussicht auf das Tal unter Lalibella

Menschenrechte sind jedoch ein frommer Wunsch der Bevölkerung. Immer wieder werden Menschen die sich gegen grosse Konzerne und Organisationen stellen und für die Bevölkerung kämpfen inhaftiert. So geschehen in diesem Jahr im März, die NZZ hat darüber einen Bericht veröffentlicht. Bei der Fahrt über holprige Pisten in den Süden, sah man am Strassenrand tatsächlich Tulpen- und Erdbeerenplantagen. In einem Land wo die Wasserknappheit enorm und der Hunger gross ist scheint dies ein grosses Paradoxon zu sein.

Der Reisende selber merkt dies beispielsweise weil gängige Social Media nicht funktionieren. Twitter und Facebook wurden gesperrt. Whatsapp funktionierte nur teilweise. Der Staat sperrt diese Dienste um wohl Versammlungen zu verhindern.

Jedoch leidet wie im oben erwähnten Artikel auch die Entwicklungshilfe unter diesen Massnahmen.

Für Reisende jedoch hält das Land viele Überraschungen bereit. Die Freundlichkeit der Menschen, die Dankbarkeit und die Hilfsbereitschaft ist enorm dies muss an dieser Stelle festgehalten werden.

Mehr Macht den Menschen in Äthiopien, grössere Kommunen und eine bessere Organisation in den Dörfern. Dies wünscht man sich für dieses wunderschöne Land in Afrika.

Unsere Art „Freiheit“

Man kann es auf der Homepage der SVP nachlesen: Durch die Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ sollen Rechtsicherheit und Stabilität wiederhergestellt, die direkte Demokratie gar gerettet werden. Es wird Unabhängigkeit versprochen, und auch noch gleich Wohlstand und wirtschaftlicher Erfolg prophezeit. Sogar mit dem „unbändigen Drang unserer Vorfahren nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung“ wird argumentiert. All dies soll Realität werden, wenn wir erst einmal ja sagen zu der Forderung, dass – ja, haben Sie den Initiativtext sorgfältig durchgelesen?

Nein? Das ist verständlich: Der Initiativtext ist, im Unterschied zu den Anpreisungen, die sehr simpel daherkommen, so verklausuliert, dass man juristisch schon sehr versiert sein muss, um zu erkennen: Es geht hier nicht ganz unwesentlich auch um die Kündigung der Schweizerischen Arbeitsbeziehungen zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg! Das ist ein tiefer Schnitt ins eigene Fleisch. Die Schweiz hat kein Verfassungsgericht, und die Rechtsstaatlichkeit der Schweiz wäre bei einer Annahme der Initiative empfindlich geschwächt.

Das sind die Fakten: Die Schweiz ist seit 1963 Mitglied des Europarates und hat 1974 die Europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert. Die EMRK schreibt unter anderem das Verbot der Folter und unmenschlicher Behandlung fest. Seit dem Bestehen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (1959) wurden Schweizer Gerichte in 87 Urteilen angewiesen, das Urteil des eigenen höchsten Gerichtes zu revidieren. Das sind gerade mal 1,6 % aller schweizerischen Dossiers.

Menschenrechte schützen, weltweit – das ist die Art „Freiheit“, wie sie Amnesty International definiert. Und wie sie hoffentlich auch von unseren Vorfahren in der Schweiz gewünscht worden ist.

 

Weitere Informationen gibt es hier: http://www.schutzfaktor-m.ch/