„Fünf Ringe für Rio. Eine Flamme für die Menschenrechte.“ – Rückblick Generalversammlung 2016

Wir dürfen auf eine ausserordentlich spannende und motivierende Generalversammlung in Genf zurückblicken. Dieses Jahr konnten wir uns entspannt zurücklehnen und andere die Arbeit machen lassen.

Hochaktuelles Hauptthema war «Mega-Sportevents und Menschenrechte», denn im Zusammenhang mit grossen Sportveranstaltungen wie der Fussball-WM oder den Olympischen Spielen kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsvertreibungen, Missachtung der Arbeitsrechte und Unterdrückung der Versammlungsfreiheit.

Amnesty International fordert die FIFA und das Internationale Olympische Komitee deshalb auf, sich dafür einzusetzen, dass Menschenrechtsverletzungen durch die Gastgeberländer unterbunden werden.

Im Rahmen der Eröffnungsaktion der GV lancierten wir mit einem Fackellauf die Kampagne „Fünf Ringe für Rio. Eine Flamme für die Menschenrechte.“ welche gegen die Menschenrechtsverletzungen im Rahmen der diesjährigen Olympiade in Rio de Janeiro gerichtet ist.

Aus erster Hand erfuhren wir von einer jungen Regisseurin, welche in einer Favela von Rio zuhause ist über die dort alltägliche Gewalt: Täglich stirbt mindestens ein Mensch durch Polizeigewalt, fast 80 Prozent sind jung und schwarz und auch vor Kindern schreckt die Polizei nicht zurück. Die verantwortlichen Polizisten bleiben indes fast immer straffrei. Im Zuge grosser Sportevents wie der Fussball-WM 2014 oder den nun anstehenden Olympischen Spielen nimmt die Gewalt sogar noch zu.

Zudem ist seit März 2016 in Rio ein Anti-Terror-Gesetz in Kraft, welches den Behörden erlaubt, Demonstrierende mit Gewalt und Willkür ihres Rechts auf freie Meinungsäusserung zu berauben.

Es ist inakzeptabel, dass Zivilisten während grosser Sportanlässe wie Staatsfeinde behandelt werden und es zu Tötungen durch die Polizei kommt. Wir fordern Olympische Spiele ohne Polizeigewalt und ohne Menschenrechtsverletzungen!

Ein weiterer Höhepunkt der GV war eine Podiumsdiskussion zwischen Amnesty International und einem Vertreter der FIFA zur Ausbeutung von ArbeitsmigrantInnen in Katar im Rahmen der Fussball-WM 2022. Die FIFA machte das Versprechen, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und Massnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Menschenrechte im Rahmen ihrer Sportveranstaltungen respektiert werden. Sie möchte die Bewerbungsanforderungen für die Weltmeisterschaften überarbeiten, so dass sie künftig auch Menschenrechtsaspekte beinhalten.

Sehr emotional wurde es auch bei der Verdankung an Marta Fotsch für ihre langjährige Arbeit für Amnesty International. Sie ist Länderexpertin für Kolumbien, Mitglied der Human Rights Relief Kommission und Mitglied der Schweizer Sektion seit ihrer Gründung! Hier geht es zu einem kurzen Video über Marta Fotsch.

Unterschreiben Sie gegen Polizeigewalt in Rio.

Lesen Sie ein spannendes Interview zum Thema „Sport und Menschenrechte“.

 

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